Schnecken bekämpfen ohne Gift

Mit Schnecken hat jeder Hobbygärtner mehr oder weniger zu kämpfen, das hängt auch ganz davon ab, welche Pflanzen er im Garten hat. Schnecken sind nämlich durchaus wählerisch, und nicht alle Pflanzen stehen auf ihrem Speiseplan. Besonders gefährdet sind Erdbeeren und Salat aber auch Tagetes, Petersilie, Dahlien, Funkien, Christrosen, Narzissen, Glockenblumen und Rittersporn sind häufig vom Schneckenfraß betroffen.

Wenn sich sehr viele Schnecken im Garten befinden, dann bleibt jedoch fast keine Pflanze von ihren Attacken verschont. Wesentlich weniger anfällig für Schneckenfraß sind in der Regel Tomaten, Zwiebeln, Thymian, Rucola, Knoblauch, Lavendel, Lollo Rosso, Schnittlauch sowie viele Ziergehölze und -gräser.

Wenn die Schnecken über die Pflanzen herfallen, dann kommt es in erster Linie zu Blattschäden in Form von Löchern, einige Pflanzen werden jedoch regelrecht kahl gefressen. Im Unterschied zu Blattschäden durch Raupen findet man bei Schneckenfraß die typischen Schleimspuren und teilweise auch Kot.

Viele Hobbygärtner machen mit den Schnecken kurzen Prozess und setzen das giftige Schneckenkorn ein, welches in der Regel auch zum gewünschten Erfolg führt. Doch wer möchte schon gerne Gift im Garten haben, vor allem im Nutzgarten, wo man Obst und Gemüse zum Verzehr anbaut?! Vor allem wenn man kleine Kinder und/oder Tiere im Haushalt hat, sollte man unbedingt auf den Einsatz von Schneckenkorn verzichten.

Es gibt auch einige andere Möglichkeiten, um Schnecken im Garten zu bekämpfen, auch wenn man hier meistens etwas mehr Geduld aufbringen muss. Wenn es nicht so viele Schnecken sind, dann kann man die Tierchen einfach absammeln. Am besten legt man ein paar Bretter zwischen die Beete, denn hier verkriechen sich die Schnecken am liebsten, vor allem wenn es regnet. Man kann diese Bretter dann jeweils morgens und abends kontrollieren, allerdings hilft diese Maßnahme nicht bei einer Schneckenplage, sondern nur bei wenigen Tieren.

Natürliche Barrieren
Man kann es bei einer geringen Anzahl von Schnecken auch mit natürlichen Barrieren im Garten versuchen, wie zum Beispiel Holzasche, Sand, Branntkalk, Fichtennadeln, Sägemehl oder Algenkalk. Allerdings sollte man diese Substanzen nur ausbringen, wenn es auch einige Tagen trocken bleibt, denn nach einem Schauer muss man sie sonst erneut auftragen.

Einige Hobbygärtner versuchen es auch mit Düften, welche abschreckend auf die Schnecken wirken sollen, wie zum Beispiel die Blätter der Thuja, von Tomaten oder des Holunders. Doch das sind nur Versuche, Erfolge sind hierbei auf keinen Fall garantiert.

Bierfalle
Man hört auch immer wieder von den so genannten Bierfallen, es gibt sogar entsprechende Artikel im Fachhandel. Es reicht aber auch ein Glas oder Plastikbecher, das Gefäß wird in die Erde eingelassen und mit etwas Bier befüllt. Leider lockt der Biergeruch auch andere Gartenbewohner an, die Bierfallen sind auch nur bei geringem Schneckenbefall hilfreich. Auch wenn man immer wieder hört, dass Laufenten mit Freude die Schnecken vertilgen, so sollte man sich diese Tiere nicht nur halten, um Schnecken fernzuhalten, denn mit Sicherheit ist es für die Vögel auch nicht das Gesündeste.

Jungpflanzen abdecken
Eine bessere Alternative sind Salathauben, die sich nicht nur zum Abdecken von Salat eignen. Wenn man diese nicht nur zum Schutz von Jungpflanzen verwendet, sondern auch zum Abhalten von Schnecken, dann muss man unbedingt darauf achten, dass der untere Rand mit Sand bedeckt wird, so dass ein Durchkriechen nicht mehr möglich ist. Als Alternative kann man auch den Boden von Plastikblumentöpfen entfernen, und diese dann über die jungen Pflanzen stülpen, oder man deckt sie mit Vlies ab.

Schneckenzaun
Eine nicht ganz billige Möglichkeit ist das Aufstellen von Schneckenzäunen, diese gibt es entweder in elektrischer Ausführung oder mit scharfen Kanten. Bei der Installation muss man allerdings darauf achten, dass man den Zaun mindestens zehn Zentimeter tief in die Erde einlässt, außerdem müssen die Zäune dicht um die Beete herum aufgestellt werden.

Blätter dürfen nicht über den Zaun hängen, denn daran könnten sich die Tierchen hochziehen. Bevor man den Schneckenzaun aufstellt sollte man sicherstellen, dass sich keine Schnecken innerhalb des Beetes befinden, eventuell sind auch noch Schneckeneier dort vorhanden. Schneckenleichen sollte man in der Erde vergraben, denn ansonsten locken sie weitere Schnecken an.

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